Individualisierungstechniken

Werbeartikel & Werbemittel für Industrie und Großhandel Maastrek Selection
Individualisierungstechniken

Individualisierungstechniken

Werbeartikel haben für den Endverbraucher einen praktischen Nutzen und finden vielfältige Anwendung. Ein werbewirksamer Effekt kann sich jedoch nur dann ergeben, wenn die Produkte mit einer entsprechenden Werbebotschaft veredelt werden.

Das Anbringen von Werbebotschaften und Logos auf Werbeartikeln ist eine sehr effiziente Methode, um ihnen eine individuelle Note zu verleihen. Werbemittel werden auf diese Weise zu einem imagefördernden Marketingtool, das sich sehr gut zur Pflege und Erweiterung des eigenen Kundenstammes einsetzen lässt. Die Artikel werden bei der Veredelung mit einem entsprechenden Motiv versehen, zum Beispiel durch Bedruckung, Stanzung, Prägung oder Gravur. Die Wahl des Produktionsverfahren hängt dabei unter Anderem von dem Material, der Form und der Beschaffenheit des Artikels ab. In unserer Rubrik „Individualisierungstechniken“ möchten wir Ihnen Einblicke in die verschiedenen, gängigen Veredelungsverfahren geben, die sich in der Praxis in puncto Qualität und einem guten Preis/Leistungs-Verhältnis bewährt haben.

Gern beraten wir Sie bei der Wahl der richtigen Veredelungstechnik für Ihren gewünschten Werbeartikel aus unserem Sortiment auch individuell weiter!

Folgende Verfahren werden wir Ihnen vorstellen:

  • Lasergravur
  • Siebdruck
  • Tampondruck
  • Digitaldruck
  • Transferdruck
  • Elektrolyse
  • Bestickung
  • Flockdruck
  • Lederprägung
  • Porzellanveredelung
  • Doming

 

Lasergravur

Die Lasergravur verleiht einem Artikel eine sehr edle, dezente Anmutung. Sie wird vorwiegend bei Metall-Artikeln empfohlen, kann aber auch auf zahlreichen anderen Materialien, wie Kunststoff, Holz, Glas, Leder etc. angewendet werden. Mit der hohen Präzision eines Laserstrahls können sehr effektvolle und klare Motive realisiert werden, die sich im Gegensatz zu anderen Veredelungsverfahren mit einer besonderen Kratz- und Abriebsicherheit als sehr langlebig und beständig auszeichnen. Mittels computergesteuerter Stapelverarbeitung sind auch speziellen Individualisierung, wie zum Beispiel für das fälschungssichere Anbringen von Seriennummern, etc. möglich.

Bei der Lasergravur auf Werbeprodukte kommen überwiegend zwei spezielle Laser-Typen zum Einsatz:

Nd:YAG-Laser (Neodym-dotierter Yttrium-Aluminium-Granat)
Ein Festkörperlaser mit einer Wellenlänge von ca. 1.064 nm und einer Strahlbreite von 20 bis 50 µm. (http://de.wikipedia.org/wiki/Nd:YAG-Laser)
Folgende Materialien lassen sich zum Beispiel mit diesem Laser-Typ bearbeiten:
Gummi, Kunststoff, Holz, Glas, Leder

CO2-Laser
Dieser Laser arbeitet im Infrarotbereich mit einer Wellenlänge von ca. 10,6 µm und einer durchschnittlichen Strahlenbreite von 200 µm. (http://de.wikipedia.org/wiki/CO2-Laser)
Folgende Materialien lassen sich zum Beispiel mit diesem Laser-Typ bearbeiten:
Kunststoff und Metalle, wie Edelstahl, Messing, Zinn, Aluminium, etc..

Zur Herstellung von hochqualitativen Personalisierungen kommen folgende Individualisierungstechniken zum Einsatz:

Dunkle Anlassbeschriftung
Das klassische Laserverfahren, bei dem das Motiv mit hohen Temperaturen in den Werkstoff „eingebrannt“ wird. Die dabei entstehende Oxidation bewirkt eine dunkle, kontraststarke Verfärbung auf der Oberfläche des Materials. Am häufigsten wird hierfür ein Nd:YAG-Laser verwendet.

Dunkle Beschriftung
Mit diesem patentierten Verfahren ist es möglich, ein flächendeckendes Motiv mit hoher Qualität auf dem Werkstoff zu platzieren. Das Motiv erhält dabei einen braunschwarzen Farbton. Für dieses Produktionsverfahren kommt ein CO2-Laser mit der patentierten Optik der Firma Universal Laser Systems Inc. zum Einsatz.

Tiefengravur
Die als Tiefengravur bekannte Herstellungsmethode kann mit Hilfe einer hohen Laser-Leistung die Oberfläche des Werkstoffes verdampfen und dabei einen sehr detaillierten Relief-Effekt erzielen. Die durchschnittliche Branding-Tiefe liegt hier zwischen 0,1 bis 0,3 mm. Die Tiefengravur wird mit einem Nd:YAG-Laser durchgeführt.

Helle Oberflächengravur
Bei diesem Verfahren wird auf metallische Werkstoffe (ohne Beschichtung) eine Lasergravur auf der Oberfläche angebracht. Das Ergebnis wirkt sehr edel und hochwertig und kommt besonders bei Aluminium als Werkstoff zur Geltung. Aufgrund der hohen Leistung, die zur Verdampfung der Oberfläche benötigt wird, kommt hier ein Nd:YAG-Laser zum Einsatz.

Dunkle Laserbeschriftung
Mithilfe einer speziellen Paste wird die Werkstoffoberfläche vor der Veredelung behandelt. Die dünne Schicht sorgt bei dieser Gravurtechnik für eine dunkle, permanent haltende Beschriftung. Diese Dunkle Laserbeschriftung erfolgt mit einem CO2-Laser.

Lackabtrag
Durch dieses sehr präzise Verfahren lassen sich feinste Darstellungen auf einem Werkstoff verwirklichen. Es wird daher häufig bei der Herstellung von Bedienelementen, wie zum Beispiel Tastaturen, angewendet. Bei diesem Verfahren wird die oberste Schicht vom Werkstoff abgetragen. Sowohl CO2- als auch Nd:YAG-Laser werden für diese Technik verwendet.

Gravur auf Beschichtungen
Beschichteten Werkstoffen bestehen in den meisten Fällen nicht aus Stahl oder Edelstahl und erfordern für die qualitative Weiterverarbeitung eine sehr präzise Brandingtechnik. Mit Hilfe des Nd:YAF-Lasers wird hier lediglich die oberflächliche Beschichtung bearbeitet, ohne dabei das darunterliegende Material zu behandeln.

Innengravur
Transparente Materialien wie Glas oder Plexiglas können nicht nur oberflächlich veredelt werden, sondern auch im Inneren. Dabei wird der Fokus des Laserstrahls in das Innere des Materials verlagert, wodurch der fokussierte Bereich kurzzeitig punktuell auf eine sehr hohe Temperatur erhitzt wird. Beim Abkühlen entsteht eine undurchsichtige oder lichtstreuende Stelle im Material. Auf diese Weise lassen sich eindrucksvolle zwei- oder gar dreidimensionale Motive in einem transparenten Werbeartikel erstellen, die mit einer entsprechenden Beleuchtung einen sehr wirkungsvollen Eyecatcher ergeben. Die Innengravur erfolgt mit einem CO2-Laser.

 

Siebdruck

Kaum ein Druckverfahren ist so vielfältig wie der Siebdruck. Mit ihm lassen sich zahlreiche Materialien qualitativ und professionell bedrucken. Neben der Verwendung in der Werbe- und Medienbranche kommt das Siebdruckverfahren auch häufig in der Produktion von Kunst und in der Elektroindustrie sogar bei der Herstellung von Platinen, etc. zum Einsatz.

In der Werbemittelindustrie zeichnet sich das Siebdruckverfahren vor allem durch seine hochwertigen, satten Druckergebnisse aus. Auch in Hinsicht auf die Langlebigkeit steht diese Drucktechnik den anderen Verfahren in nichts nach. Besonders in der Textilbranche findet es daher sehr oft bei der Bedruckung von Kleidung, Fahnen oder Banner etc. Anwendung.

Wann und wo der Siebdruck genau erfunden wurde, ist geschichtlich nicht mit Sicherheit belegt. Es wird allerdings vermutet, dass dieses Druckverfahren Anfang des 20. Jahrhunderts von der japanischen Katazome-Technik abgeleitet wurde, die mit mehrteiligen Schablonen als Druckvorlagen funktionierte.

Bei dem Siebdruck wird die Farbe mittels einer Gummilamelle („Rakel“) durch ein feinmaschiges, verzugsfestes Sieb („Gaze“) auf den Bedruckstoff aufgetragen. Je nach Druckvorlage und Bedruckstoff werden dabei Siebe mit unterschiedlicher Gewebefeinheit verwendet. Mittels chemischer Prozesse und einer speziellen Belichtertechnik wird das Druckmotiv invertiert und seitenverkehrt auf das Gaze aufgebracht.

Das Herstellungsverfahren wird je nach Auflagengröße entweder automatisiert oder bei kleineren Auflagen auch von Hand durchgeführt. Mit speziellen Apparaturen ist es seit Kurzem nun auch möglich, unebene und dreidimensionale Flächen, wie bei Kugelschreibern, Gläsern oder Weihnachtskugeln zu bedrucken.

 

Tampondruck

Seit über 30 Jahren hat sich das Tampondruckverfahren schon erfolgreich bewährt. Wo diese Methode ihren Ursprung hat, ist unklar, jedoch hat sie seit ihrem industriellen Einstieg eine Reihe von Optimierungen durchlaufen. Ein direkter Vorläufer stammt aus der Uhrenindustrie in der Schweiz, bei dem die Uhrenzifferblätter mit einem Gelatinetampon bedruckt wurden (Decalcierverfahren).

Bei dem Tampondruck spricht man auch von einem so genannten „indirekten Druckverfahren“. Die Druckvorlage wird als ebene Stahlplatte angefertigt. Auf ihr ist das Druckmotiv eingeätzt oder eingelasert. Die so entstandenen Vertiefungen auf der Druckplatte haben eine durchschnittliche Tiefe von 22 µm und werden mit Farbe ausgefüllt. Diese wird anschließend von einem elastischen Tampon aufgenommen und auf den zu bedruckenden Gegenstand übertragen.

Die heutigen Tampondruckmaschinen arbeiten mit einem leichter verformbaren Silikonkautschuk-Tampon, der dank seiner materiellen Beschaffenheit ein besseres Druckergebnis liefert. Das Tampondruckverfahren ist sehr flexibel einsetzbar und kann für die Veredelung von zahlreichen Materialien eingesetzt werden. Auch die Bedruckung von unebenen Flächen stellt hierbei kein Problem dar. Lediglich die Druckfläche ist durch die Größe des Silikontampons auf maximal 150x200 mm beschränkt.

 

Digitaldruck

Mit der zunehmenden Digitalisierung in den letzten beiden Jahrzehnten gab es auch in der Druckindustrie zahlreiche workflowoptimierende Veränderungen. Eine davon war die Einführung des so genannten Digitaldrucks. Diese als „alternatives Druckverfahren“ anerkannte Technik kommt inzwischen vielerorts zum Einsatz und hat sich in der Praxis inzwischen sehr bewährt. Der Digitaldruck vereint die moderne Computertechnologie mit der traditionellen Drucktechnik. Zeit- und arbeitsaufwändige Produktionsschritte, wie die Herstellung von Klischees etc. entfallen, da das Druckmotiv direkt auf den Druckzylinder übertragen wird und von diesem schließlich auf dem Bedruckstoff (in den meisten Fällen Papier) landet. Durch die Digitalisierung ist die Datenaufbereitung um ein Vielfaches vereinfacht und flexibler worden. Somit sind die Produktionsvorgänge und die damit verbundenen Kosten im Gegensatz zu den anderen klassischen Druckverfahren relativ gering. Besonders bei der Fertigung von Kleinauflagen lässt sich auf diese Weise ein Großteil an Kosten einsparen.

Im Digitaldruck kommen verschiedene, bekannte Druckprozeduren zum Einsatz. Je nach Art und Verwendungszweck einer Digitaldruckmaschine kann diese auf dem klassischen Vierfarbdruck, ähnlich einem Tintenstrahldrucker (Inkjet) basieren oder ähnlich einem Laserdrucker mit einem Feststoffpartikel-Toner oder Flüssigfarbe arbeiten. Zusätzlich kann der Bedruckstoff auch noch mit Sonderfarben bedruckt werden. Sowohl Bogen als auch Rollendruck ist bei dem Digitaldruck möglich.

Die hohe Durchlaufgeschwindigkeit und der leichte Tausch der Druckdaten per Mausklick ermöglichen eine effektive und sehr wirtschaftliche Printproduktion ohne notwendige Maschinenstopps etc.. Durch die Verwendung digitaler – und damit dynamischer – Druckdaten anstelle von statischen Druckplatten etc. ist auch eine Serienfunktion mit wechselnden Druckmotiven usw. leicht zu realisieren. Auf diese Weise werden zum Beispiel gern Serienbriefe und individualisierte Werbeschreiben mit persönlicher Anrede und Adressierung umgesetzt.

 

Transferdruck

Ein aus dem Textilbereich sehr bekanntes Druckverfahren ist der Transferdruck. Im kleineren Maßstab findet man ihn häufig in Copyshops und T-Shirt-Druckereien etc.. Hier wird ein Druckmotiv auf einer selbstklebenden Trägerfolie mit Hilfe von Temperatur und Druck auf den Textilstoff übertragen. Je nach Verfahrensart unterscheidet man hier zwischen dem herkömmlichen Transferdruck und dem Thermosublimationsdruck. Bei Letzterer dient die Trägerfolie lediglich zur Übertragung des Druckmotivs und kann anschließend rückstandslos vom Bedruckstoff entfernt werden. Auf diese Weise ergibt sich beim Thermosublimationsdruck eine glatte, übergangslose Druckfläche auf dem Material. Für diese beiden Druckverfahren gibt es noch weitere Spezialtechniken, mit denen sich verschiedene eindrucksvolle und langlebige Effekte erzielen lassen.

Verschiedene Transferverfahren:

  • Soft-Transfer
  • Foto-Plastisol-Transfer
  • Plastisol-Transfer
  • Highstretch-Transfer
  • Flock-Transfer
  • High-Gloss-Transfer / Glitter-Transfer
  • Schaumtransfer
  • Reflex-Transfer

Der Transferdruck ist ein relativ günstiges Druckverfahren und kommt meist bei kleineren Auflagen zum Einsatz. Oft wird es für die Herstellung von individuellen Druckmotiven, zum Beispiel bei der Nummerierung von Sporttrikots oder anderen gängigen Textilien, wie T-Shirts, Caps, Jacken, Taschen etc. verwendet. Mit dem Thermosublimations-Druck können auch andere Materialien, wie Keramik, Holz, Glas, Metall und Kunststoff nach einer speziellen Vorbehandlung bedruckt werden.

 

Elektrolyse

Dieses einfache Druckverfahren wird häufig auch als „Ätzen“ bezeichnet. Es kann mit relativ wenig Aufwand und geringem, technischen Aufwand umgesetzt werden. Vorrangig wird es daher besonders im kleineren Bereich mit geringeren Produktionsauflagen verwendet, um metallische Oberflächen zu veredeln. Über einen mit Elektrolyt getränkten Stempel wird Strom durch eine mit dem Druckmotiv versehenen Schablone auf den metallischen Bedruckstoff übertragen. Auf diese Weise entsteht nach wenigen Sekunden durch einen Farbumschlag ein optisch wahrnehmbares Abbild der Schablone auf der Oberfläche des Metalls.

 

Bestickung

Die Bestickung ist eine der ältesten Formen der Veredelungstechniken. Ihre Ursprünge finden sich in China. Die Chinesen entwickelten die Stickerei und pflegen bis heute diese Tradition. Was früher in zeitaufwendiger Handarbeit verrichtet wurde, wird heute in kurzer Zeit mit hochmodernen Maschinen gefertigt. Mit den innovativen Bestickungstechniken lassen sich heutzutage dank der industriellen Fertigung zahlreiche Textilien in schier endlosen Möglichkeiten ganz nach Belieben mit anspruchsvollen Mustern veredeln. Vollautomatisiert fertigen die Maschinen nach Eingabe des Druckmusters autark die jeweiligen Motive. Meist genügt inzwischen dank der fortschrittlichen Technik eine Vektorgrafik oder ein Bitmap-Rasterbild, um daraus ein entsprechendes Motiv zu realisieren. Mit bis zu 15 Nadeln (Farben) pro Stickkopf kann eine 55-köpfige Bestickungsmaschine binnen kürzester Zeit große Stückzahlen fertigen.

 

Flockdruck

Der Flockdruck hat eine lange Geschichte. Bereits vor 3.000 Jahren gab es in China ein Verfahren, das man als Vorläufer des heutigen Flockdrucks bezeichnen kann. Damals wurde Harzleim auf den Textilstoff aufgebracht und anschließend mit Naturfasern bestreut. Was früher per Hand gefertigt wurde, wird heutzutage von der Technik übernommen. Mit der Entdeckung der Elektrostatik erlebte der Flockdruck einen Wandel. Heutzutage werden die zu beflockenden Flächen mit einem speziellen Kleber versehen und unter einem Sieb mit dem Beflockungsmaterial positioniert. Durch eine angelegte Spannung von ca. 90 kw entsteht ein elektrisches Feld, das das Beflockungsmaterial aus dem Sieb zieht und in das zu beflockende Material schießt. An den beklebten Flächen bleibt der Flock haften. Der überschüssige Flock wird aufgefangen und wieder verwendet. Nach der Beflockung erfolgt eine Trockenphase in einem Ofen, während der die Flockfasern dauerhaft mit dem Klebstoff verbunden werden. Je nach Art und Faserlänge des Beflockungsmaterials lassen sich auf diese Weise zahlreiche kunstvolle Effekte erzielen. Als beflockbares Material eignen sich neben Textilien zum Beispiel auch Holz, Glas, Metall, Kunststoffe und Gummi, sodass diese Drucktechnik sehr häufig in zahlreichen, verschiedenen Industriezweigen zum Einsatz kommt.

 

Lederprägung

Eine Veredelungstechnik, die häufig speziell bei Produkten im Premium-Segment angewendet wird, ist die Lederprägung. Leder strahlt mit seiner Aufmachung eine besondere Exklusivität aus. Werbeartikel aus Leder haben somit einen hohen Stellenwert und erhalten häufig mehr Anerkennung als andere, vergleichbare Artikel aus anderen Materialien. Die Lederprägung ist bereits seit sehr langer Zeit im Einsatz und gilt als eine der ältesten Veredelungstechniken. Früher wurde sie oft zur Kennzeichnung von handwerklichen Arbeitsmaterialien oder für die Gestaltung von Bucheinbänden eingesetzt. Dabei wurde schwerpunktmäßig die so genannte Blindprägung eingesetzt. Hierbei wurde mit einem erhitzten Stempel aus Messing oder Magnesium ein Motiv dreidimensional, entweder erhaben oder vertieft, dauerhaft in das Leder eingedrückt. Um Leder optimal bearbeiten zu können, sollte die Stempeltemperatur zwischen 120 bis 160°C liegen. Temperatur und Druck sind entscheidend für die Qualität des Druckergebnisses. Bei zu starker Hitze kann das Material verbrennen oder gar durchschnitten werden. Neben der klassischen Blindprägung gibt es auch noch die so genannte Farbfolienprägung, bei der zwischen Stempel und Leder zusätzlich eine farbige Folie verläuft. Bei der Prägung wird die Folie durch die Hitze und den Druck des Stempels mit in das Material geprägt, sodass das Motiv anschließend farbig abgebildet ist. Bei der Hochfrequenzprägung wird durch den Prägestempel und einer Platte auf der Unterseite des Prägematerials ein Hochfrequenzstrom geleitet. Dieser erzeugt ein elektrisches Wechselfeld, das die Moleküle im Prägestoff in Schwingung versetzt und durch die entstehende Reibungswärme das Druckmotiv als Blindprägung auf dem Material erscheinen lässt.

 

Porzellanveredelung

Die Herstellung von Porzellan wurde lange Zeit von den Chinesen geheim gehalten. Erst im Jahre 1708 gelang es Johann Friedrich Böttger und Ehrenfried Walther von Tschirnhaus, das erste europäische Porzellan herzustellen. Kurz darauf entstand in Meißen die erste europäische Produktionsstätte. Seitdem gilt bis heute das „Meißner Porzellan“ als eine der bekanntesten Weltmarken. Porzellanartikel haben stets einen besonderen Wert und genießen dadurch oft ein sehr hohes Ansehen. Speziell als Werbeartikel im Premiumbereich sind hochwertige Porzellanartikel häufig zu finden. Dabei gibt es verschiedene Arten von Porzellan mit unterschiedlichen Qualitätsmerkmalen. Porzellan wird in drei verschiedene Qualitätskategorien eingeteilt. An oberster Stelle steht die so genannte „Erste Wahl“. Bei dieser werden die erzeugten Produkte auf jegliche Makel überprüft. Nur die Erzeugnisse, die diese Prüfung ohne Beanstandungen passiert haben, werden in diese Kategorie aufgenommen. Folglich ist auch der Wert dieser in Form, Farbe und Beschaffenheit perfekten Artikel anders bemessen als bei den Produkten der anderen Kategorien. Die zweite Qualitätskategorie wird „Handelssortierung“ (oder auch „Mischsortierung“) genannt. Diese steht in einem guten Preis/Leistung-Verhältnis und ist in den meisten Fällen qualitativ angemessen und vertretbar. Die dritte Qualitätsstufe bildet den Abschluss und wird „Ofensortiment“ genannt. Hier wird der Qualität verhältnismäßig geringer Bedeutung gewidmet. Folglich sind diese Erzeugnisse am günstigsten und genügen nicht immer den Erwartung. Die Qualität selbst wird allgemein nach der jeweiligen Porosität, das heißt der Aufnahme von Wasser ermittelt. Neben der Tauglichkeit im Alltag muss Porzellangeschirr auch noch einige weitere Eigenschaften, wie zum Beispiel eine Spühlmaschinenbeständigkeit oder eine Mikrowellentauglichkeit mit sich bringen. Dabei kommt es auch auf die verwendeten Materialien und Techniken bei der Veredelung an. Anders als bei anderen Veredelungsmethoden müssen die Farben bei Porzellan eingebrannt werden. Da sich die Farbgebung unter Anderem mit der Temperatur verändert, ist hierbei eine gleichbleibende Hitze ausschlaggebend. Auch weitere Einflüsse wie Nachbarfarben oder die Zusammensetzung der Glasurbestandteile setzen relativ aufwändige und komplizierte Produktionsvorgänge voraus, um eine entsprechende Qualitätssicherung zu garantieren. Das Anbringen des Druckmotivs kann auf unterschiedliche Weise erfolgen. Die exklusivste und somit auch finanziell aufwendigste Form ist die traditionelle Bemalung per Hand. Individuell personalisiertes Porzellan dieser Art wird aufgrund der hohen Produktionskosten in der Regel nur in kleineren Stückzahlen gefertigt. Des Weiteren kann Porzellan auch noch mit anderen Techniken, wie zum Beispiel mit der Dekoration von Edelmetallen, dem Transferdekordruck, dem Direktdruck, dem Digitaldruck und dem Sublimationsdruck veredelt werden. Je nach Veredelungsverfahren können somit sehr kunstvolle fotorealistische Motive realisiert werden.

 

Dooming

Das so genannte Dooming zählt zu den neueren Veredelungsformen und wird für die Aufwertung kleinerer Flächen verwendet. Mit einem transparenten Kunststoff wird die Bedruckfläche linsenförmig überwölbt. Dadurch entsteht darüber eine optisch auffällige und sehr edle Tiefenwirkung. Besonders in der Werbetechnik kommt das Dooming häufig zum Einsatz. Je nach Auflage kann es entweder manuell per Hand erfolgen oder bei größeren Stückzahlen auch maschinell gefertigt werden. Anfangs wurde für die Veredelung Polyurethan eingesetzt. Inzwischen kommen auch umweltschonendere Zweikomponenten-Materialien zum Einsatz, die auch bei der Verarbeitung einige Vorteile mit sich bringen. Dooming gilt insgesamt als preisgünstiges und umweltschonendes Veredelungsverfahren, mit dessen Technik sich zahlreiche Werbemittel effektvoll aufwerten lassen können.

 

Voraussetzungen für die Datenübergabe

Für die optimale Umsetzung Ihrer Werbebotschaft empfehlen wir die Anlegen der Druckdaten als Vektorgrafik - zum Beispiel als Dateiformat EPS mit Programmen wie Adobe Illustrator oder Freehand. Mit vektororientierten Druckdaten lassen sich unabhängig von Größe und Auflösung der Vorlage sehr klare und kontrastreiche Übergänge realisieren. Beachten Sie bitte bei Gravuren, dass die Druckdaten einfarbig angelegt sind und alle darin enthaltenen Schriften in Pfade umgewandelt wurden. Für einen farbechten Druck legen Sie bitte die Farbtöne in entsprechenden Pantone-Werten (Solid Coated) an.


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