Ein Herz für Kinder
Erstellt am: 27. November 2008
Was kann man nicht alles über das Fußballgeschäft und speziell die Bundesliga sagen? Reine Kommerzveranstaltung, alles drehe sich nur ums Geld und gnadenloses Profitdenken sei entscheidend. Doch das es auch anders geht, bewiesen vor kurzem zwei Klubs, die seit Beginn der Saison mit herzerfrischendem Offensivfußball die Zuschauer begeistern: Die TSG Hoffenheim 1899 und der VFL Wolfsburg. Beide Mannschaften machten Werbung für eine gute Sache und liefen in Trikots mit dem gleichen “Banner” auf. So prangte das Logo der Hilfsorganisation der BILD-Zeitung, “Ein Herz für Kinder“, mit dem “die Wölfe” bereits seit Saisonbeginn den Platz betreten, diesmal auf allen 22 Jerseys. Das Projekt, vom Verleger Axel Springer vor 30 Jahren ins Leben gerufen, ist mittlerweile eine der größten international aktiven Hilfsorganisationen und kommt Kindern auf der ganzen Welt zugute. Da ist es besonders erfreulich, wenn neben dem Hauptsponsor des VFL Wolfsburg - dem bekannten, ansässigen Autokonzern - derjenige des Hoffenheimer Teams zumindest für ein Spiel zugunsten der guten Sache ebenfalls auf seine Werbemaßnahme verzichtete. Ganz selbstlos stellte sich die Aktion ohnehin nicht dar, denn durch das erweckte Medieninteresse war die Aufmerksamkeit für beide Sponsoren ungleich höher als bei einer normalen Bundesligapartie. Dass das Spiel zudem die erhoffte Attraktivität bot und der Gastgeber aus Hoffenheim schließlich knapp mit 3:2 gewann, passte hervorragend zum Rahmen der gelungenen Initiative. Ein Novum in der 35-jährigen Bundesliga-Geschichte wurde übrigens auch noch ermöglicht: Nie zuvor liefen zwei Mannschaften in einem Spiel mit dem gleichen Trikotlogo auf das Fußballfeld!