Rosaroter “Black Friday”
Erstellt am: 25. November 2008
Wer den Begriff “Schwarzer Freitag” hört, denkt bei diesem schnell an einen Börsencrash und verbindet folglich eher negative Assoziationen damit. Dass dies aber keinesfalls der Fall sein muss, beweist der am kommenden Freitag anstehende “Black Friday” in den USA. Hierbei handelt es sich bereits traditionell um das offizielle Einläuten der (vor)weihnachtlichen Shopping-Season am Tag nach Thanksgiving. Viele Geschäfte locken die Kunden dann mit Schnäppchen- und Aktionspreisen - vergleichbar mit dem früheren Winterschlussverkauf in Deutschland. Da die meisten Amerikaner aufgrund des vorherigen Feiertages oft noch frei haben, werden in den Läden besonders hohe Umsätze erzielt. Mehrere Handelsketten öffnen schon früh morgens, so dass sich vielerorts bereits während der Nacht teilweise lange Schlangen vor diesen bilden, um auch tatsächlich an die angebotenen “Doorbuster” zu gelangen. Für die Firmen in jedem Fall lohnend, denn auch wenn durch den günstigeren Preis der Gewinn etwas geringer ausfällt, bedeutet dieser Tag gleichzeitig eine einmalige Werbe- und PR-Gelegenheit. Vor allem im Elektronik- und Computerbereich bietet der “Schwarze Freitag” zahlreiche Angebote; Konzerne wie Apple haben bereits in den vergangenen Jahren deutliche Rabatte auf iPods und andere Artikel gewährt. Schöne Aussichten für die Konsumenten. Warum aber dann der Name “Black Friday”? Einer Theorie zufolge deshalb, weil die Unternehmen damit die Chance bekommen, rote in schwarze Zahlen zu verwandeln; eine andere zielt darauf ab, dass die Menschenmassen auf den Straßen an diesem Tag wie eine einzige schwarze Masse erscheinen. Dabei würde - zumindest aus Sicht der Käufer - eine Bezeichnung wie “Happy Pink Friday” wohl eher Sinn ergeben…