Das Mentos-Coke Experiment
Erstellt am: 21. Oktober 2008Nicht mehr ganz neu, aber als Beispiel für Virales Marketing in Perfektion immer wieder absolut vorzeigbar: Der Mentos-Coke Versuch. Dabei werfen zwei in weiße Kittel gekleidete Männer einen oder mehrere der bekannten Pfefferminzbonbons in Diät-Colaflaschen, aus denen sofort jeweils eine Fontäne herausschießt. Der Clip wurde seinerzeit millionenfach angeklickt, es gab unzählige Nachahmer und mittlerweile sind über 800 Filme zum gleichen “Thema” aufgetaucht. In Foren tauschen sich User zudem über eigene Erfahrungen und das Phänomen an sich aus. Somit wird das Grundprinzip des sog. Viralen Marketings punktgenau getroffen: Ein gesehener Content wird in den eigenen Alltag eingebunden und freiwillig weiterverbreitet. Der Pluspunkt zur klassischen Werbung: Sie ist nicht aufgedrängt, sondern wird ohne Zwang vielfach weitergetragen und angesehen. Gerade im Internet ist eine solche, “virenartige” Verbreitung sehr gut möglich, sofern die Spots kreativ, exklusiv und von einer bestimmten Relevanz sind. Die rasant wachsende Zahl an Breitbandanschlüssen lässt die Bedeutung dieser Marketingform aktuell ebenso schnell wachsen. Da sollte man meinen, dass sich große Konzerne für diese Art der Werbung in jedem Fall begeistern - zumal, wenn sie wie im obigen Beispiel kostenlos ist. Doch während Mentos tatsächlich positiv reagierte, sah Coca-Cola die Marke und das Image der Diät-Brause gefährdet. Auch wenn dem Gedanken, Lebensmittel zu verzehren und nicht mit ihnen herumzuspielen, im Grundsatz immer zuzustimmen ist, sollte man hier vielleicht nicht zu strenge Kriterien anlegen. Spritzige Werbung halt einmal anders!