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Die Akte Kuranyi oder Kevin allein zu Haus

Erstellt am: 13. Oktober 2008

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Viele sind es wohl nicht, die dem Stürmer vom FC Schalke 04 eine Träne nachweinen, wo sich selbst schon ein Großteil der eigenen Fans aufgrund mangelnder Leistungen von dem Nationalspieler abgewendet haben. Doch was sich Kevin Kuranyi da am Samstag im Rahmen des WM-Qualifikationsspiels Deutschland gegen Russland erlaubt hat, dürfte neben dem Bundestrainer vor allem seine Sponsoren erzürnen. Ohne Absprache war der Bundesligaprofi während der Partie aus dem Stadion verschwunden und hatte später seine persönlichen Sachen aus dem Mannschaftsquartier in Düsseldorf abholen lassen - ein Novum in der langen Geschichte des DFB…und ganz sicher eine “besondere Freude” insbesondere für die “weitblickenden” Werbestrategen, die für die Vermarktung des neuen PC-Spiels “Fifa 09″ verantwortlich zeichnen: Prankt nun doch das Konterfei eines geschassten Nationalspielers auf dem Cover des Produkts. Fast noch schlimmer hat es die Werbestrategen von Ferrero erwischt. Die Auswahl, die der Hersteller des beliebten Brotaufstrichs Nutella bei der für die TV-Spots eingesetzten Nationalspieler getroffen hat, zeugt nicht gerade von einem Übermaß an ausgeprägtem Fußballsachverstand: So wurden im Vorfeld der WM 2006 neben Kuranyi die Spieler Benny Lauth (später ersetzt durch Tim Borowski), Arne Friedrich und Andreas Hinkel (später: Marcell Jansen) als sog. “Nutella-Boys” nominiert - als einziger von diesem Quartett ist nun mit Arne Friedrich ausgerechnet noch einer derjenigen im Nationalteam aktiv, der nicht gerade als Sympathie- oder Leistungsträger bekannt ist. Zurück zu Kuranyi: Der hat sich mittlerweile sowohl beim Bundestrainer wie auch öffentlich im Rahmen einer Pressekonferenz für sein Verhalten entschuldigt. Auch wenn Joachim Löw die Entschuldigung bereits akzeptierte: Eine Rückkehr in die Nationalelf schloss er für den Spieler aus.