Promi-Werbung: Pro und Contra
Erstellt am: 19. September 2008Man kommt einfach nicht an ihnen vorbei: Prominente in der Werbung. Sei es Thomas Gottschalk, der zum x-ten Mal mit genüsslicher Miene auf seinen Gummibärchen rumkaut, seien es die Klitschko-Brüder, die sich um die letzte Milchschnitte oder mit ihrer Fitnesstrainerin streiten - manchmal lässt sich gar nicht mehr sagen, wer gerade für welches Produkt wirbt. So kann man vortrefflich darüber streiten, ob sich die Werbung mit bekannten Gesichtern wirklich auszahlt: Laut Marktforschung geben mehr als die Hälfte der befragten Personen an, dass zuviel Werbung mit Schauspielern, Sportlern und Talkmastern laufe und diese des weiteren auch unglaubwürdig sei. Eine Mehrzahl der Stars macht zudem oft Werbung für mehrere Produkte gleichzeitig, was eine Identifikation mit einem bestimmten Artikel - welche von der werbenden Firma eigentlich gerade bezweckt wird - deutlich erschwert. Andererseits glauben viele Marketingexperten an die Promi-Reklame: Originelle Werbung mit Stars, die dann noch passend zum Produkt ausgewählt werden, funktioniere und komme bei einem breiten Publikum auch sehr gut an. Die Werbung mit Bastian Pastewka für ein großes Internetvideoportal dürfte ein Beispiel dafür sein, dass witzige Werbung mit einem engagierten Star durchaus begeistern kann ohne den Zuschauer zu nerven. Was demgegenüber wiederum von Werbe-Ikonen wie Paris Hilton oder Eva Longoria, die für einige Firmen leichtbekleidet durch die Werbung spazieren, zu halten ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Letztlich bleibt es einem unbenommen, bei einem unliebsamen Promi-Werbespot einfach ab- bzw. umzuschalten.