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Guerilla-Marketing

Erstellt am: 29. August 2008

Auffällig werben mit niedrigem Kostenfaktor wird immer schwieriger. Immer mehr Unternehmen greifen daher auf das sog. Guerilla-Marketing zurück. Darunter wird der Einsatz von außergewöhnlichen Aktionen in der Werbung verstanden, die mit geringem Budget eine besonders große Wirkung erzielen wollen. Geprägt wurde der Begriff in den 80er Jahren in den USA vom Amerikaner Jay C. Levinson, dessen Handbuch zum Thema in über 37 Sprachen übersetzt wurde. Unkonventionell, kreativ, abgefahren - so stellt sich das Grundprinzip dieser Art von Marketing dar. Wichtigstes Ziel: Sich von der breiten, unüberschaubaren Masse der Werbebotschaften abheben und den Konsumenten zum aktiven (Mit-)Gestalter machen. Oft wird dabei bereits über das Ziel hinausgeschossen, indem auf öffentlichen Plätzen illegal bestimmte Unternehmungen ergriffen werden. Das kann dann schon mal nach hinten losgehen, so wie bei einer Kampagne für die Cartoon-Serie “Aqua Teen Hunger Force”. Dafür wurden an stark frequentierten Plätzen in Boston blinkende Werbetafeln mit kleinem Männchen mit ausgestrecktem Mittelfinger aufgestellt. Das Problem: Heraushängende Kabel verunsicherten die Bevölkerung, Bombenalarm wurde ausgelöst und obwohl den ganzen Tag in den Nachrichten über die Aktion berichtet wurde, konnte sie dem Urheber nicht zugeordnet werden. Das Ende der Geschichte: Zwei Beteiligte wurden angeklagt. Kostenfaktor: 500.000 Dollar. Und der Nutzen? Gleich Null: Die Sendung hatte in der Folgezeit nur wenige Tausende Zuschauer mehr. Ein Negativ-Beispiel, dass besser keine Schule machen sollte.