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Walpurgisnacht

Erstellt am: 30. April 2008

Die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai stellt jedes Jahr eine Besonderheit dar: Es handelt sich dabei um die Walpurgisnacht. Traditionell gilt diese Nacht als diejenige, in der Hexen auf dem Blocksberg (Brocken) und anderen erhöhten Plätzen große Feste abhalten. Der Name der Feier lässt sich von der heiligen Walburga (710-779 n.Chr.) ableiten, deren Leben allerdings in keinem Zusammenhang mit Hexen oder dem Teufel steht. Vielmehr stellte erst ihre Heiligsprechung durch Papst Hadrian II. die Verbindung zur Walpurgisnacht her. Durch mehrere Wundertaten bekannt geworden, gilt die gelehrte Äbtissin eines Nonnenklosters demnach als Schutzheilige gegen Sturm und böse Geister. Die erste geplante Walpurgisfeier auf dem Brocken wurde übrigens bereits 1896 begangen. In den vergangenen Jahren hat sich rund um den “Hexentanz” eine Massenveranstaltung im Harz entwickelt: Wie der Sage zufolge, treffen sich die “Hexen” auf dem Hexentanzplatz bei Thale, um von dort aus zum Brocken zu “fliegen” und sich mit dem Teufel zu vermählen. Einige Walpurgisbräuche findet man zudem in verschiedenen Mairiten wieder, so z.B. den bekannten Maibaum oder das nächtliche Peitschenknallen, welches den eigenen Hof beschützen soll. Darüber hinaus werden vielerorts in Deutschland sogenannte “Hexenfeuer” gefeiert, die böse Geister vertreiben sollen. Wer von solchen, eher etwas unheimlich anmutenden Sitten nicht so viel hält, der sollte einfach in der “modernen Form des alten Brauches” in den Mai tanzen und seine Maibowle trinken. Auch so kann man den Wonnemonat gebührend begrüßen!

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