Werbung mal anders
Erstellt am: 02. Januar 2008
Eine Idee, die Schule macht? Im Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf könnte es bald “Nutella-Schaukeln” und “Pampers-Rutschen” geben. Damit will der Berliner Bezirk die Finanzierung der von der Schließung bedrohten Kinderspielplätze sichern. Unternehmen sollen einjährige Patenschaften übernehmen und mit ihrer Werbung bzw. den daraus resultierenden Abgaben die Unkosten für Pflege, Instandhaltung und Erneuerung der Spielplätze tragen. Auf den ersten Blick ein bestechender Einfall, insbesondere vor dem Hintergrund, dass ausschließlich dezente Werbung eingesetzt werden und Reklame für Zigaretten, Alkohol oder religiöse Gruppen verboten sein soll.
Doch ganz so einfach scheint es dann wohl doch nicht zu werden, in Zukunft im “Playmobil Sandkasten“ zu spielen. Experten warnen bereits vor einer zu großen Beeinflussung der Kinder durch die entsprechende Werbung. Diese sei halt immer ökonomisch, nicht aber pädagogisch motiviert. Die Gefahr einer zu starken Einflussnahme aufgrund der räumlichen Nähe sei nicht von der Hand zu weisen. Im März will das Bezirksamt in der Sache entscheiden. Es bleibt abzuwarten, inwieweit vorhandene Interessenten zum Zuge kommen werden und ob es tatsächlich schon bald den ersten “Kinderspielplatz, gesponsort von Mattel” geben wird.
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(Alle oben genannten Firmen sind nur denkbare Namensgeber für Kinderspielplätze.)