Bon Appetit
Erstellt am: 18. Dezember 2007
Fressen und gefressen werden. Ganz so schlimm ist es nicht, aber die Schwemme an Kochshows in diversen Fernsehsendern ist erstaunlich. Ob Lafer, Lichter oder Mälzer - noch scheint kein Verdruss beim Zuschauer zu herrschen, auch wenn die Einschaltquoten bereits leicht nachlassen. Eine der erfolgreichsten Sendungen dieses Formats ist aber überraschenderweise keine mit prominenten Küchenchefs, sondern eine mit ganz “normalen” Köchen: “Das perfekte Dinner“. Von Montag bis Freitag wird je einer von fünf Kandidaten beim Einkaufen, Tisch dekorieren, Kochen, Empfang der zunächst unbekannten Gäste sowie der Verlauf des Abends gezeigt. Zwischendurch werden einzelne Bewertungen der anderen Kandidaten zum Dinner eingespielt, die letztendlich zu einer Note zwischen eins und zehn von jedem Gast führen. Am Ende der Woche wird dann aufgrund der einzelnen Noten der Gesamtsieger gekürt und erhält einen Geldpreis. Den Charme der Sendung machen neben mitunter bissigen Kommentaren zu einzelnen Menü-Darbietungen und Pannen bei der Zubereitung auch die Möglichkeit der Gäste aus, die Wohnung des jeweiligen Gastgebers während dessen Zubereitungsphase ungestört in Augenschein nehmen zu können. Was sich hier dem Gast (und damit auch dem Fernsehzuschauer) mitunter offenbart, kann sehr interessant sein. Essen und Trinken ist das eine, aber der oft amüsante Einblick in das Leben anderer dürfte ein ebenso großer Erfolgsfaktor der seit März 2006 laufenden Dokumentation sein. Bleibt abzuwarten, ob die Starköche bei weiter fallenden Quoten diesen Einblick in ihr Privatleben ebenfalls gewähren werden…