Roboter-Zoo
► Roboter-Zoo vom 12. Juli 2007Kuschelig sind sie nicht, die Tierchen, die sich im Zoo im portugiesischen Villa Franca de Xira herumtreiben. Niedlich finden sie wahrscheinlich nur eingefleischte Technikfreaks. Dafür sind sie praktisch, genügsam und zum Teil recht umweltfreundlich mit Solarenergie betrieben: Denn beim „Robotarium X“ handelt es sich um den ersten Zoo für Roboter. Der Schöpfer der vierzehn neuen, elektrischen Tierarten ist der portugiesische Künstler Leonel Moura. „Neue Lebewesen“ nennt er seine blechernen Geschöpfe. Einige sind tatsächlich zur rudimentären Interaktion mit den Zuschauern fähig, folgen ihnen oder recken ihnen die Greifärmchen entgegen. Und noch ein gutes haben die Elektrokrabbler: Über eine nicht artgerechte Haltung kann sich hier kein Tierfreund beschweren.
Shirt-Architektur
► Shirt-Architektur vom 11. Juli 2007Nicht alles, was ein Architekt entwirft, wird auch tatsächlich gebaut. Vielmehr bleiben die meisten Entwürfe, geschaffen für Ausschreibungen, schließlich unterlegen im Wettbewerb, reine Farbe auf Papier. Junge Berliner zeigen ein Herz für abgelehnte Architekten und wollen den ungebauten Zeichnungen einen Platz auf T-Shirts anbieten. Dafür riefen sie den „Unbuilt Shirt Award“ ins Leben. Übers Internet können sich Architekten bewerben, eine Jury wählt die zehn besten Entwürfe aus.
Schönheiten und Ungeheuer
► Schönheiten und Ungeheuer vom 11. Juli 2007Die Schöne und das Biest, körperliche Attraktivität versus abstoßendes Äußeres – ein Faszinosum für die bildende Kunst. Bereits seit der Antike beschäftigen sich Künstler mit dem Gegensatz zwischen dem Schönen und dem Hässlichen. Die Residenzgalerie Salzburg zeigt vom 14. Juli bis zum 4. November eine Auswahl von internationalen Werken, die sich den „Geschichten ungewöhnlicher Paare“ widmen. Die Ausstellung trägt den Titel „Die Schöne und das Ungeheuer“.
Residenzgalerie Salzburg
Residenzplatz 1
A-5020 Salzburg
Tel.: 0043/(0)662/840451-0
Fax: 0043/(0)662/840451-16
Marktstudie bestätigt die Wirkung von Werbeartikeln.
► Marktstudie bestätigt die Wirkung von Werbeartikeln. vom 10. Juli 2007Die
(GWW) und durchgeführt von der Kölner Agentur Advernomics.
Ein Studiotest mit 400 beteiligten Personen lieferte Erkenntnisse zur Werbeawareness
Dabei schnitt der Werbeartikel am besten ab:
Nach einer halbständigen Beschäftigung mit dem jeweiligen Werbemedium konnten
sich noch 72% der Befragten an die Botschaft auf dem Werbeartikel erinnern.
Die Vergleichswerte „TV-Spots“ (49%) und „Anzeigenwerbung in einem Magazin“
Auch die Akzeptanz beim Verbraucher ist sehr hoch: Während Briefkastenwerbung
73% hätten gerne häufiger Gelegenheit, sich über Werbeartikel zu freuen und 70%
Informationsquelle: http://www.gww.de
Werbeartikel sprechen zu Kopf, Herz und Bauch!
► Werbeartikel sprechen zu Kopf, Herz und Bauch! vom 10. Juli 2007Werbepsychologie von Werbeartikeln
Werbeartikel sind unverzichtbare Elemente moderner Werbestrategie.
Die Werbepsychologin Helga Burgstahler weiß, dass sich Werbeartikel an Kopf, Herz und das Bauchgefühl richten. Lesen Sie hier einige ihrer interessanten Einschätzungen zu diesem Thema:
Helga Burgstahler: Die Personifizierung von Naturerscheinungen, Gegenständen oder Eigenschaften ist ein übliches Verfahren, das Bild von uns Menschen in die Außenwelt zu projizieren. Wir sprechen von Tischbeinen, vom Flaschenhals, von Autofronten als Gesichter. Wir übertragen die Individualität des Menschseins auf die Güterwelt. Abpacken und Verpacken schaffen die Voraussetzung, die Ware durch spezielle Markierung aus der anonymen Masse gleichartiger Produkte herauszuheben. Dann sprechen Marketingleute über das Eigenleben, die Ausstrahlung und den Charakter von Markenwaren in Analogie zum Menschen. —–
Helga Burgstahler: Idealtypisch wird die Individualkommunikation als direkter Dialog, direkte Ansprache, beschrieben. Der Sender kann die Reaktion des Empfängers auf die Botschaft unmittelbar feststellen und Missverständnisse beseitigen. Bei der Stammkundschaft geht es um konkrete Sachverhalte, die individuell bearbeitet werden müssen. Im Moment erleben wir eine Renaissance des Themas “Kundenbindung”.
Angesichts der Zunahme von Medienkanälen in Print und Elektronik erleben wir einen Boom der Massenkommunikation. Weil ein weit zerstreutes, breites Publikum meist ohne Feedbackmöglichkeiten angesprochen wird, lassen sich die Werbewirkungen nur schwer messen.
Gravierend eingeschränkt werden Gestaltung und Informationsfülle von den Formaten der Zeitungen, Zeitschriften, Hörfunk und Internet. Deshalb halten sich die Werbefachleute oft an den kleinsten Nenner in der Sprache und setzen vorzugsweise emotionale Schlüsselreize in Bild, Farben, Ton und Duft ein. —–
Helga Burgstahler: Es ist Unternehmensziel, möglichst viele Kunden zu
gewinnen, die das Produkt kaufen. Somit wird der Fokus des Werbebudgets meist für die Produktwerbung verbraucht. Um die Präferenz der Konsumenten zu stimulieren, erfolgt die Beeinflussung der Einstellungen durch rationale Argumente oder emotionale Kaufanreize, die einen Zusatznutzen bieten.
Die Unternehmen differenzieren über weiche Kommunikationsfaktoren. Unternehmensleitbild, gute Reputation und das positive Image der Firma als Ganzes können kaufentscheidend wirken. Aber es ist nicht ohne weiteres möglich, das Image einer Firma beliebig auf verschiedenartige Produkte auszudehnen. —–
Helga Burgstahler: Es geht um Beziehungspflege. Sicherlich hält keiner die Abgabe von Werbeartikeln für eine karitative Handlung. Aufgewachsen in einer dauerpräsenten Medienwelt haben wir gelernt, weshalb Unternehmen verschiedene Print- und elektronische Werbemittel einsetzen, weshalb wir ab und zu größere oder kleinere Werbeartikel bekommen.
Ein pfiffiger Werbeartikel kann als “gegenständliche Visitenkarte” das Ziel der Kundengewinnung gut erfüllen - als Alternative oder als Ergänzung zu den anderen Werbemaßnahmen. Doch jeder Mensch denkt als Nehmer anders über seine Beziehung zum Geber, seine Einstellung, seine aktuelle Situation in der sozialen Gruppe.
Wichtig ist, dass die Geber-Unternehmen das Erreichen ihrer Werbeziele speziell mit Werbeartikeln überprüfen: Wie kommt unsere “gegenständliche Werbung” an? Erinnerungseffekt, Einstellungsänderung, Kaufverhalten. —–
Helga Burgstahler: Da der Mensch sehr vielen Einflüssen bei der Kaufentscheidung unterliegt, kann selten mit Bestimmtheit gesagt werden, was den Kauf tatsächlich veranlasst hat.
Wichtig ist für die Werbung, dass Botschaften im Gedächtnis haften bleiben, also gelernt werden. Denn Lernen bewirkt Veränderung im Erleben und Handeln. Häufig erwerben wir durch soziales Lernen bestimmte Verhaltensmuster – in Gruppen oder gar in einer Gesellschaft. Dies trifft heutzutage sehr für den Umgang mit Medien zu und die Bewertung von Werbung. Sind die Werbeinformationen gelungen gestaltet, so werden sie in das Langzeitgedächtnis überführt und mit bereits gespeicherten Gedächtnisinhalten in Verbindung gebracht.—–
Helga Burgstahler: Eine Werbebotschaft ist eine Idee und wird durch Werbemittel materialisiert. Sie transportieren diese Botschaft zur Zielgruppe. Unsere Wahrnehmung entspricht dem Medienkanal: Gehörsinn bei Rundfunkwerbung, Seh- und Hörsinn beim Fernsehen.
Sehen ist eine aktive Sinnestätigkeit, Hören verlangt eher eine hingebende Haltung. Durch das Sehen werden viele Informationen schnell aufgenommen, aber meist nur oberflächlich. Viele Anzeigen und Plakate werden übersehen. Sehen regt eher zum Weitersehen als zum Nachdenken an.
Reize können auch kombiniert werden: glatte Oberflächen wie Glas und Metall, Pfefferminzgeschmack, Zitrusdüfte, grün-gelbe Farben, helle klare Töne und Worte wie “aprilfrisch”. Die Reize eines Sinnes beeinflussen die anderen Sinne. Eine solche multisensuale Beeinflussung des Konsumenten wird in Zukunft zunehmen im Streben nach sinnlicher und emotionaler Stimulierung. —–
Helga Burgstahler: Die ständige Verwechslung mit dem Wort “Werbegeschenk” zeigt eine gedankliche Schieflage. Korrekt ist der sozio-psychologische Verweis auf die historische Wurzel: Jakob Grimm wies Mitte des 19. Jh. auf den Begriff “schenken” hin als “einschenken, zu trinken geben”, abgeleitet vom Schiefhalten des Gefäßes. Es war Brauchtum, dem Gast einen Trunk zu reichen. Der Fremde wurde zum Freund gemacht, um den Frieden zu wahren. Diese historischen Wurzeln sind wenig bekannt.
Unsere Gebräuche lernen wir im sozialen Wandel. Gewöhnt sind wir seit Generationen, dass Geschenke dem Ausdruck der Bestätigung und Bekräftigung sozialer Beziehungen dienen. Die dabei ausgetauschten Gaben symbolisieren diese Beziehungen in materieller Form. Da wir unserer Beziehungen nie sicher sein können, werden “geschenkte” Produkte als Art “Zement der Beziehungen” eingesetzt. Der Werbeartikel erfüllt somit zwei Funktionen: Er ist ein Werbeträger und erfüllt zugleich emotionale Aspekte des modernen Beziehungs-Managements.
Werbung als beeinflussende Kommunikation zielt auf das Verhalten der Konsumenten ab. Der psychische Prozess der Botschaftsaufnahme, Verarbeitung und Speicherung spielt sich im Inneren des Menschen ab. Es ist ein nicht beobachtbarer, geistiger Vorgang.
Ob sich die Testpersonen an Werbemittel erinnern können, wird anhand der Gedächtnisleistung geprüft. Wichtig für den Erfolg der Kommunikation ist die Messung der Einstellung. Mittels Ratingskalen werden die Beurteilungen von Eigenschaften eines Objektes, Person oder Situation abgefragt. Mit Tiefeninterviews, Polaritätsprofilen, semantischen Differentialen werden Imagemessungen vorgenommen. —–
Quelle: Helga Burgstahler
Kommunikationswissenschaftlerin und Ökonomin
Strategieberatung für Integrierte Unternehmenskommunikation
Berufserfahren in den Bereichen Banken, Immobilien, Versicherung, staatliche Wirtschaftsförderung, Marketingberatung; Projektleitung und Managementpositionen.
http://www.burgstahler.biz
Kunst aus Entenhausen
► Kunst aus Entenhausen vom 10. Juli 2007Nicht nur können Comics Kunstwerke sein – genauso zeigen einige Comichelden einen ausgesprochen erlesenen Kunstgeschmack. Davon waren zumindest zwei Historiker überzeugt, als sie sich daran machten, rund 3000 Exemplare von Donald Duck Heften nach Werken der bildenden Kunst zu durchforsten. Dabei trat Erstaunliches zu Tage: Von Anlehnungen an berühme Künstler wie Leonardo da Vinci, der in Entenhausen einen etwas weniger berühmten Vetter namens Leonardo da Pinsli hat, und dem Van Gogh Pendant Vincent van Dogh bis zu Rekonstruktion kunstgeschichtlicher Epochen und Stilrichtungen wie Romantik, Pop Art, Minimalismus und Farbfeldmalerei - die Bewohner von Entenhausen sind richtige Kunstliebhaber. Die Werke aus den Heften haben es jetzt sogar ins Museum geschafft. In Rendsburg in Schleswig Holstein werden sie ausgestellt. Der Künstler Peter Trautner hat eine Auswahl der Gemälde in Öl und Acryl nachempfunden. Einige sind bereits in der Stern.de-Fotogalerie zu sehen.
Ingeborg-Bachmann-Preis geht an Lutz Seiler
► Ingeborg-Bachmann-Preis geht an Lutz Seiler vom 09. Juli 2007Der Berliner Schriftsteller Lutz Seiler hat den 31. Ingeborg-Bachmann-Preis gewonnen und kann sich über 250.000 Euro Preisgeld freuen. Er setzte sich gegen 17 Mitbewerber aus Deutshcland, Österreich und der Schweiz durch. Die Jury überzeugte er mit „Turksib“, einem Auszug aus einem längeren Prosastück. In klassischer Erzählweise berichtet Seiler darin von einer Tour mit der türkisch-sibirischen Eisenbahn. Als „sehr dich, sehr vielschichtig“ lobten die Juroren diesen Reisebericht.
Die Simpsons auf der großen Leinwand
► Die Simpsons auf der großen Leinwand vom 09. Juli 2007Es wird gelb auf der Leinwand. Amerikas berühmteste Fernsehfamilie zieht es in die Lichtspielhäuser: Ab dem 26. Juli kann man Homer J. Simpson plus Anhang auch in deutschen Kinos bewundern. Der Inhalt des Films ist bislang noch streng geheim. Fernsehsender in über 120 Ländern haben die „Simpsons“ im Programm, Gaststars wie die Rolling Stones, Tony Blair oder sogar der notorisch publicity-scheue Schriftsteller Thomas Pynchon reißen sich um einen Auftritt. Der Humor der Zeichentrick-Serie ist dabei nicht nur für Kinder: Angeblich gibt es keine Simpsons-Szene, die nicht irgendeine Anspielung auf Film, Fernsehen und Politik enthält. Bleibt abzuwarten, ob es der Kino-Adaption gelingt, den Charme und die Gag-Dichte der Serie von Matt Groening und Al Jeans auf die große Leinwand zu übertragen.
Das unbekannte Internet
► Das unbekannte Internet vom 06. Juli 2007Wenn Kinderreporter auf Erwachsene losgelassen werden, ist das oft erheiternd für die Zuschauer. Peinlich dürfte es für die Befragten der letzten ARD-Kinderreporter Aktion gewesen sein: Die jungen Interviewer hielten hochrangigen deutschen Politikern das Mikro unter die Nase - und fragten sie, wie sie denn das Internet benutzen. Das Ergebnis macht ziemlich sprachlos, nicht nur die Volksvertreter - “Browser - was war jetzt noch mal ein Browser?” überlegt etwa Justizministerin Brigitte Zypries - sondern vor allem die Zuschauer.
Das Video gibt´s bei sevenload. Hier klicken.
Briten berechnen persönlichen CO2-Ausstoß
► Briten berechnen persönlichen CO2-Ausstoß vom 06. Juli 2007Das britische Umweltministerium will das Umweltbewusstsein der Briten schulen. Nicht mit einem erhobenen moralischem Zeigefinger in Vorträgen oder Broschüren, sondern ganz spielerisch, sehr bunt und sehr, sehr Web 2.0 im Internet. Mit einem C02-Rechner kann jeder Bürger ausrechnen, wie viel Gas und Energie er im Durchschnitt verbraucht und wie viel Kohlendioxid dadurch in die Luft gepustet wird. Der “Co2-Calculator” soll auf spielerische Weise den Zusammenhang zwischen eigenem Verhalten und Klimawandel aufzeigen.
Für Deutschland bietet die Umweltorganisation Greenpeace einen ähnlichen Rechner an. Nicht ganz so aufwendig-trendy gestylt. im Ergebnis aber genauso überzeugend.