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Musikcharts berücksichtigen legale Downloads

Musikcharts berücksichtigen legale Downloads vom 31. Juli 2007

Ein Künstler bringt ein neues Album heraus, die Fans stürmen in den Laden, um es schnellstmöglich in den Händen zu halten - dieses Szenario wirkt heute schon beinahe anachronistisch. Besonders jüngere Musikfans laden Songs aus dem Internet, vor allem der “reale” Verkauf von Singles geht zurück. Nun haben die Media Control Charts, die deutschen Top 100, reagiert: Erstmals wurden für die Hitliste letzte Woche auch Umsätze berücksichtigt, die durch den legalen Download von Musikstücken erzielt wurden.
Das Vorgehen von Media Control weckt dabei aber auch Kritik. Denn nun sind nicht mehr die verkauften - oder eben heruntergeladenen - Stückzahlen für eine Platzierung ausschlaggebend. Eine Chance auf den Top Hit haben vielmehr Songs, die die meisten Umsätze erzielen.

Stoppt die Dudelmusik

Stoppt die Dudelmusik vom 26. Juli 2007

Purs “Abenteuerland” beim Bäcker, Nena im Supermarkt, seichtes Geplätscher im Fahrstuhl - Musik, die man ungefragt anhören muss, ist oft ein Ärgernis. Das sieht auch der Mediensoziologe Ahrtmut Luhr so und gründete das Projekt Dudelstopp - Musik ohne Zwang. Die Mitglieder setzen sich für ein für mehr Stille im Alltag - einfach mal das ständige Gedudel abschalten, keine Hintergrundgeräusche, lieber gar kein Ton als nervendes Geplärre. In einem achtminütigen Video stellen sie ihre Aktion vor. Dudelstopp-Aktivisten protestierten auch bereits vor den Büros der GEMA: Akustische Verirrungen sollten doch bitte nicht mehr als Musik veröffentlicht werden, forderten sie. Die Aktion war natürlich satirisch gemeint. Es dürfte aber so einige Leute geben, die dem Anliegen von Dudelstopp nur zustimmen können.

Internet-Roman

Internet-Roman vom 25. Juli 2007

Schreiben im Mitmach-Internet: Der Penguin-Verlag hatte im Februar 2006 die Idee, einen Roman komplett im Netz, allein von den Internetnutzern schreiben zu lassen. Ende Juni wurde das Projekt abgeschlossen: Etwa 11.000 Einträge kamen für den Web 2.0-Roman “A million penguins” zusammen, mehr als 1.800 Menschen aus ca. 120 Ländern schrieben mit. Neben der Arbeit am eigentlichen Text diskutierten sie ihr gemeinsames Werk auch in Blogs und Wikis.

Unerwünschter Anrufer

Unerwünschter Anrufer vom 24. Juli 2007

Aus dem Leben eines Callcenter-Agenten: Günter Wallraff hat sich bereits für das Zeit-Magazin Leben selbst hinter den Hörer geklemmt und eine eindrucksvolle Reportage über die Mechanismen der Telefonagenturen geschrieben. Ein Blogger zieht nach: Auf seinem Weblog Callcenteragent berichtet er anonym aus seinem Arbeitsalltag, wie er für die Angerufenen wahlweise zum Ärgernis oder zum Kummerkasten wird und wie die Teamsitzungen ablaufen. Wer dahintersteckt, ob das ganze echt oder ein Fake ist - noch weiß man nichts genaues. Drei Monate will der Callcenteragent den Job durchziehen; vielleicht gibt es danach eine Auflösung.

Die sieben Weltwunder der Neuzeit

Die sieben Weltwunder der Neuzeit vom 23. Juli 2007

Die Welt hat sieben neue Wunder. Der Schweizer Autor und Filmemacher Bernhard Weber ließ Menschen rund um den Globus darüber abstimmen, welches die eindrucksvollsten Bauwerke der Neuzeit sind. Einhundert Millionen Menschen hätten sich an der Wahl beteiligt. Die sieben Gewinner:
Als die “Sieben Weltwunder der Neuzeit” werden nun seit dem gestrigen Tage folgende Bauwerke bezeichnet:
1. Die Chinesische Mauer
2. Die jordanische Felsstadt Petra
3. Christo Redentor, die Christusfigur in Rio de Janeiro
4. Die Inka-Ruinentadt Machu Picchu
5. Die Maja-Stadt Chichen Itza in Mexiko
6. Das römische Kolosseum
7. Das Taj Mahal
Deutschland schickte das Schloss Neuschwanstein ins Rennen, ging damit aber leer aus.

Du bist Deutschland Teil 2

Du bist Deutschland Teil 2 vom 19. Juli 2007

Du bist Deutschland - immer noch. Die Image-Kampagne für unser Land, für die in der Vergangenheit Günther Jauch und Anne Will ihre Gesichter in die Kamera hielten, geht in die zweite Runde. Die Werbeagenturen Jung von Matt, Kempertrautmann und Fischerappelt halten sich über den Inhalt noch recht bedeckt. Kinder sollen diesmal im Mittelpunkt stehen, so heißt es. 32 Millionen Euro seien für die Kampagne bereit bereitgestellt worden, weitere Unterstützer aus der Wirtschaft werden gesucht.

Bilder im Kopf

Bilder im Kopf vom 19. Juli 2007

Bilder sagen mehr als 1000 Worte? Micheal David Murphy beweist, dass dieser Spruch auch andersherum gelten kann. Auf der Website “Unphotographable” - nicht zu fotografieren - veröffentlicht er alles, was er eben nicht aufgenommen hat. Statt bunter Bilder finden sich hier Beschreibungen der Szenen - von Frauen in Fitness-Kleidung, falschen Feuerwehrmännern und Werner Herzog mit unbekannten Blondinen. Murphy begann das Projekt 2004 nach einer Reise durch Äthopien. In dem muslimischen Land ist Fotografieren nicht gerne gesehen, also machte Murphy aus der Not eine Tugend und hielt seine Eindrücke ganz altmodisch schriftlich fest.

YouTube bald auf Deutsch

YouTube bald auf Deutsch vom 13. Juli 2007

Das Internet-Videoportal YouTube soll es bald auch in deutscher Sprache geben. Im Juni wurden bereits Portale in sieben anderen Landessprachen gestartet, in Deutschland stand dem bislang die GEMA im Weg. Nun gibt es aber scheinbar eine Einigung im Streit um die Rechtevergabe für Videos: Wie Alexander Wolf von der GEMA gegenüber der Wirtschaftwoche sagte, solle YouTube erstmal pauschal Gebühren zahlen, bis genaue Einzelabrechnungen für die Medienrechte möglich seien.

Manson malt

Manson malt vom 13. Juli 2007

Schockrocker Marylin Manson hat seine Rolle als Antichrist, der gute Kinder zu bösen Amokläufern trimmt, schon lange abgelegt. Spätestens seit er Michael Moore politisch korrekte Statements in Mirko säuselte, für den Dokumentarfilm „Bowling for Columbine“, gilt er als recht harmloser Kritiker der amerikanischen Gesellschaft, der sich gerne bleich schminkt, düster gibt und düstere Liedchen trällert. Düster sind auch die Aquarelle, die der als Brian Hugh Warner geborene Musiker seit den 1990ern malt. Manson selbst sieht sich in der Tradition der Expressionisten – und wirklich erinnern seine emotional ausdrucksstarken Werke teilweise an die Kunstrichtung der 1920er und 1930er. Die Galerie Brigitte Schenk zeigt noch bis zum 5. August 33 Aquarelle, unter dem Titel „Blumen des Bösen“.
Galerie Brigitte Schenk
ALBERTUSSTRASSE 26 50667 KÖLN
TEL: 0221. 925 09 01
FAX: 0221. 925 09 02
E-MAIL: art@galerieschenk.de

Mythos eines Reitervolks

Mythos eines Reitervolks vom 12. Juli 2007

Vor rund 3000 Jahren sorgte eine Gruppe von Reiterkriegern zwischen Nordchina und Ungarn für Aufsehen: Die Skythen waren verrufen für ihre Brutalität, berühmt für ihren Kampfgeist. Eine Ausstellung im Martin-Gropius-Bau in Berlin will jetzt aufdecken, wie es um das Leben der Reitertruppe wirklich bestellt war. „Im Zeichen des goldenen Greifen“, so der Titel der monumentalen Schau, zeigt nicht nur spektakuläre Goldfunde, sondern auch Erkenntnisse der modernen Wissenschaft, die Licht ins Dunkel um die Skythen bringen sollen.
Martin-Gropius-Bau Berlin
Niederkirchnerstraße 7 | Ecke Stresemannstr. 110
10963 Berlin
Tel +49 (0)30 254 86-0
Fax +49 (0)30 254 86-107
E-Mail post@gropiusbau.de